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Drone als musikalische Praxis eröffnet besondere Wahrnehmungsräume: Langsam sich verändernde Klänge, minimale Ereignisdichten und kontinuierliche Schwingungen erzeugen eine vertiefte, körperlich-zeitliche Erfahrung. Die Dronenight nutzt diese Qualität, um das Publikum in eine Hörsituation zu führen, die gleichermaßen kontemplativ, intensiv und reflektierend ist. Das Zusammenspiel verschiedener klanglicher und performativer Ansätze schafft eine immersive Atmosphäre, die bewusst auf Dauer, Transformation und Präsenz setzt.

> Programm und Infos zu den Musikerinnen unter www.wimbern.ch

Ich verstehe Orgel und Alphorn als zwei Instrumente, die beide aussergewöhnlich stark an spezifische Räumlichkeiten gebunden sind. Diese Räume sind Resonanzkörper des Instrumentes. Das Alphorn bedient sich der alpinen Aussenrraumresonanz, die Orgel dagegen ist eingepasst und resoniert mit einem vorgegebenen Innenraum. Zudem sind beide Instrumente traditionell mit der Segnung dieses Aussen- und Innenraums verbunden.

Das Stück "Raum im Raum" ist um diese, die beiden Instrumente auszeichnenden, Charakteristika aufgebaut. Sowohl in Positionierung und Aufteilung, wie in Klang und Gestus geht es letztlich um das Umfasst-Sein des jeweiligen Klangraumes durch einen erweiterten Raum, wie auch um das Ineinander-Klingen dieser Räume und der entsprechenden Tonmaterialien.

Im Anfang treten die Resonanz des Innenraums und des Aussenraums in Bezug zu einander, in der Mitte Facetten des Inneraums, im Ausklang des Stückes wölbt sich darüber der Klangraum zweier Turm-Glocken, deren Inschrift von einem weiteren Umfasstsein spricht: Es mögen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.

> Programminfos Stadtkirche Burgdorf

Mit Fork Burke, welche vor kurzem einen Gedicht-Text-Band beim exquisiten Verlag "Die Brotsuppe" veröffentlicht hat, verbindet mich eine lange Zusammenarbeit und Freundschaft. In Wide Awake Language Waiting Sounds haben wir 2013 angefangen, Musik und Text ineinander zu verweben.

Dabei dient weder die Musik dem Text noch umgekehrt. Text und Musik und mit ihnen wir als Performende, treten miteinander in Beziehung und erinnern an das, was da ist, ohne unser zu tun. Wir würdigen, dass der Bewusstseinsstrom in dem wir sind von weit her kommt und weithin fliesst und wir wenig davon erfassen. Im exquisiten Verlag "Die Brotsuppe" kannst du zudem das Buch von Fork erwerben: Alithea

> Programminfos Berner Kulturagenda