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In meinem musikalischen Schaffen wie in meinen Kursen und Workshops lege ich Wert auf die Entfaltung des Hörens an sich. Mit wachen Sinnen lässt sich alles was tönt musikalisch gestalten. Musik entsteht so nicht ausschliesslich durch Interpretation von Vorgegebenem, sondern durch Entdecken und Gestalten von manchmal bekannten, manchmal ungewohnten Klängen.
Auf Anfrage via toenstoer.ch
Raum Biel, Bern, Solothurn
Tönstör ¦ Projekt 2 |
Zeitgenössische Neue Musik
Geräte Musik

Alter: ab 3. Klasse

Nicht nur Tinguely mit seiner Klamauk-Klangmachine oder zeitgenössische ImprovisatorInnen tun dies, sondern auch wir - mit Alltagsmaterialien musikalische Inszenierungen erschaffen. Bei diesem Projekt möchte ich speziell Küchengeräte vom Schwingbesen bis zur Pet-Flasche einsetzen und sowohl live erzeugte Klänge wie auch aufgenommenes Material miteinbeziehen. Wir kreieren eigene Ideen und als Klasse ein gemeinsames Musikstück, das wir als Dokumentation aufnehmen. Zwischendurch hören wir die Tonaufnahmen zeitgenössischer Improvisations-MusikerInnen an und betrachten Tinguelys Klangmaschine.

Was ist spannend? Vertraut? Fremd? Was ist entscheidend, dass wir wach hinhören und mit unserer Aufmerksamkeit nicht abschweifen? Ich lege meinen Fokus auf Unmittelbarkeit, also vielseitigen, direkten Bezug zum Material. Die SchülerInnen erfahren durch eigenes Tun, wie Geräusche und Klänge in musikalische Spannungsbögen verwandelt werden. Wir starten bei dem, was für jede/n einzelne/n möglich ist, mit Humor und Freude, arbeiten gleichzeitig aber an der für eine Improvisation nötigen Präsenz und Ausrichtung.

toenstoer.ch

Projekt Homepage: Tönstör

Bild
workshop beispiel 1:
grafische notation:
'vom zeichen zum klang - vom klang zum zeichen'
Workshop am Zentrum für Musik, Solothurn

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Solothurn erforschen wir im Workshop die Entsprechungen zwischen Zeichen und Klang. Die Zeichen der traditionellen Musiknotation umschreiben einen Klang. Die Zeichen stellen eine visuelle Entsprechung einer Klangqualität dar. Ein staccato Punkt oder ein legato Strich sind nur ein Beispiel von vielen.

Mit Hilfe von Bildern, Tondokumenten und grafischer Notationsbilder nähern wir uns eigenen musikalischen Vorstellungen und deren grafischer Notation an. Die Umsetzung erfogt im Ensemble. Welche Bilder stellen sich beim Hören von verschiedener Musik ein. Was für abstrakte Zeichen malt ein Kind, wenn es diese oder jene Musik hört. Und welche Musik taucht in einem auf beim Betrachten von Bildern?

Während die jüngeren Kinder ausgewählten Gemälden bestehende Musik zuordnen, werden mit den Jugendlichen anhand grafischer Notationen von Komponisten wie Morton Feldmann oder Earl Brown Möglichkeiten von Interpretation ausgelotet. Anschliessend erstellen die Jugendlichen eigene grafischen Notationen welche mit dem Ensemble einstudiert werden und in einem Abschlusskonzert im Kunstmuseum Solothurn zur Aufführung gelangen.

Kursleitung: Sebastian Rotzler, Kontrabassist und Tonwerker und Barbara Gasser, Cellistin

nils Schiff-Ffisch
im kurs erarbeitete und umgesetzte grafische notationen
workshop beispiel 2:
'die dramaturgie des klanges'
theaterfestival zug

"Alles was tönt, kann gestaltet sein. Alles was auf der Bühne ist, kann tönen.
Im Workshop erarbeiten wir Möglichkeiten, absichtlich und unabsichtlich Tönendes musikalisch zu gestalten. Mit Materialien die auch als Requisiten Verwendung finden arbeiten wir an einer experimentellen Musiksprache. Die gemachten Erfahrungen ermöglichen, mit geweckten Sinnen für das Akustisch-Musikalische, Theater zu machen und Theater zu - hören."

In zwei Nachmittagsworkshops wurden mit 25 TeilnehmerInnen Möglichkeiten erarbeitet, mit im Raum vorhandenen Gegenständen Soundcollagen zu schaffen, welche Spannungsbögen und differenzierte Sound-Ebenen aufweisen. Mit Stühlen, Pet-Flaschen, Papier, Schuhen und ähnlichem als Klangerzeugung, wobei an der eigenen "Melodischen Linie" wie auch am Ensemble-Klang gearbeitet wurde. Auszüge aus den Workshops gelangten in der Schlussveranstaltung des Theaterfestivals, moderiert durch Philipp Boe, zur Präsentation.

kursA
workshops: 'experimentelles musizieren'

Zusammen mit den Kursteilnehmende betrete ich den Raum des Unerhörten. Im Verlaufe dieses Prozesses werden Sinne geweckt aber es entsteht auch ein Verständnis für musikalische Gestaltung, welches waches Zusammenspiel wie Mut zum Ur-Eigenen beinhalten kann.

In der Arbeit mit Kindern und besonders mit Erwachsenen spielen auch Auffassungen von „richtiger“ und „falscher“ Musik eine Rolle. In der experimentellen Arbeit am Instrument oder mit Materialien werden diesbezügliche Hemmungen abgebaut, neue Klangräume betreten und das klangliche, technische und gestalterische Können weiter ausgebaut. Improvisierend wird ein Verständnis für Form, Dynamik, Spannungsbögen und mehr entwickelt, welches sich auch für das Spiel ab Noten als unterstützend erweist.

kursA
workshop beispiel 3:

'Filmmusik mit Kindern'
Ferien-Musikwoche

Musik machen bedingt auch, ins Hören ein zu tauchen. Hörend ungewohnte Geräusche und Klänge zu erforschen und sie dynamisch zu gestalten.

Ein Film kann dabei wie eine Partitur gebraucht werden. Es geht dabei weniger darum, im Film vorkommende Geräusche zu reproduzieren. Vielmehr dienen die Bilder, die Farben, Strukturen und Rhythmen des bewegten Bildes als Anregung und Massgabe für die Kreation eines Klangbandes. Präzision, Wachheit, aufeinander hören, sich mit andern kontrastieren. Dies sind Qualitäten welche in jedem musikalischen Ensemble gefragt sind, und in diesem Workhop intensiv geübt und erfahren werden.

Kursleitung: Sebastian Rotzler, Kontrabassist und Tonwerker und Barbara Gasser, Cellistin

filmton
Probe mit einem 'Film als Partitur'
Workshop-Rezensionen und Feedbacks

'Zum Konzert am Sonntagmittag: Unglaublich, welch’ riesiges Orchester auf die Beine gestellt wurde und wie geschickt alle Altersstufen ihren Fähigkeiten gemäss zum Zuge kamen. [....]. Und sehr wichtig: Musikmachen ist weder an eigens gemachte Instrumente noch an eine Schrift gebunden: Die ersten und viele Jahrtausende lang einzigen Instrumente waren in der Natur vorgefundene, und Notationen kamen (in nur sehr wenigen Kulturen!) erst auf, als die Menschheit mindestens schon eine halbe Million Jahre musiziert hat! [....].Kurzum: Der Einbezug von Improvisationen (z. T. mit Alltagsmaterialien) ins Konzert war in jeder Hinsicht also goldrichtig und führte ohne Stress zu feinen Resultaten. Dass die “Grossen” des Kammerorchesters Solothurn dabei mitgemacht haben, war wunderbar. Grosse und herzliche Gratulation zu den ersten “Solothurner Kinder Musiktagen”, diesem lebendigen Plädoyer für eine frühe, ressourcenorientierte und demokratische Musikalisierung.” '
Dr. phil. Anton Haefeli, ehemaliger Prorektor der Hochschule für Musik Basel.

'Freue mich riesig über das tolle Gefühl, das die Tage [1. Solthurner Kindermusiktage des Zentrums für Musik] und vor allem die Konzerte in mir gegeben haben. Der Funken ist wirklich beim Publikum angekommen – weil er auch bei den Kindern und bei uns wirklich “da” war. Gerne würde ich nochmal mitmachen! '
Dimitri Ashkenazy, Klarinettist

'[...]Vor allem das Dirigieren, Spielen und Improvisieren des Solo Tutti Orchesters am heutigen Konzert hat mich sehr beeindruckt. '
Martina Grenacher, Verein Eltern-Kind-Singen